Flittosil

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Die Geschichte vom Flittosil

Es begab sich in jener Zeit, als die Flittarder KG vom Wahn befallen wurde und beschloss die Katakomben der Narrenburg aufzuräumen.

Bei dieser Gelegenheit wollte man gleich dem Gerücht nachgehen, das seit Urzeiten in der Gesellschaft verbreitet wurde: Im Keller der Narrenburg sei ein Schatz verborgen.

Also rüstete man wieder mal eine Expedition aus, um diesen Schatz zu finden. Es wurden nur die Besten dafür ausgewählt: Leute mit besonders feinem Spürsinn, Leute, die die Flöhe husten hören konnten, Leute von denen man wusste, dass sie schon immer besondere Fähigkeiten besaßen.

Außenstehende hätten dieses Expeditionscorps auch als Spinner bezeichnen können. Aber wir von der KG, die es besser wissen, waren davon weit entfernt.

Zunächst fand man das Übliche: Viele Flaschen – ob leer – ob voll – ob halbvoll (dat es ümm); Reste von Baumaterial; Unmengen an Spinnen und Berge von Staub! Die Gefahr einer Staublunge konnte nur mit einem großzügigen Schluck aus der Pulle gebannt werden. Nachdem nun der größte Teil der Katakomben mehr recht als schlecht aufgeräumt war, kamen wir zu einem Bereich, der von einem sehr alten Schrank verstellt wurde. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelang es uns, ihn zur Seite zu schieben. Hervor kam ein Mauerwerk mit ungewöhnlicher Struktur. Im mittleren Bereich konnte man erkennen, dass die Steine anders verfugt waren als das Umfeld. Sofort begannen wir an den Steinen zu rütteln und zu klopfen, bis sich ein Stein bewegte. Wir konnten eine Reihe Steine entfernen. Zum Vorschein kam eine kleine Kammer. Darin versteckt war ein Blechkasten, der mehrere Dokumente enthielt. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein zweiseitiges Dokument und ein Gemälde handelte. Nach diesem Fund, der von allen Teilnehmern der Expedition als „der Schatz“ oder „dat es hä“ bezeichnet wurde, wurde der Fund ausgiebig unter Zuhilfenahme einiger Kaltgetränke (gegen Staublunge) gefeiert.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Fundes zeigte, dass es sich bei näherer Betrachtung tatsächlich um einen Schatz handelte. Aber anders als man gemeinhin einen Schatz erkennt. Bei den beiden Pergamenten handelte es sich beim ersten Blatt um die Mitteilung des Abtes Hyronimus von Flittard an die Nachwelt. Er gibt bekannt, dass es gelungen sei ein Elixir mit besonderer Wirkung zu schaffen (es wird gemunkelt, dass es sich um den geheimen Zaubertrank eines gewissen Miraculix handelt – das ist aber nicht belegt). Das zweite Blatt enthält das detaillierte Rezept von „Flittosil“. Aus verständlichen Gründen können wir dieses Rezept hier nicht abbilden. Auch die Dokumente über die Beschaffung der Inhaltsstoffe können erst zu einem späteren Zeitpunkt nach gründlicher Prüfung durch die gesellschaftseigene Druiden-Abteilung freigegeben und veröffentlicht werden. Das gefundene Gemälde konnte in der Zwischenzeit nach Prüfung eindeutig identifiziert werden. Es zeigt den Druiden Flittus vom krummen Halm bei der Flittosilernte. Auch der abgebildete Ort muss zur Zeit noch geheim bleiben, sonst würden vielleicht noch die Müllemer Junge auf die Suche gehen oder die buure Säu us Dünnwald – un dat jet janitt.

Die Geschichte des Druiden Flittus vom krummen Halm lässt sich übrigens bis in die heutige Zeit verfolgen. Aber seht selbst:

 

 

P.S.: Alle Rechte an Flittosil liegen bei der Flittarder KG.

Nachahmerprodukte werden gnadenlos durch plötzliche Auftritte der Gesellschaft geahndet.